Selbstanzeige / Nachversteuerung

Der straflose Weg zurück zur Steuerehrlichkeit
NacherklärungSteuer CDSelbstanzeigeErmittlungsverfahrenFinanzamtStrafrechtSteuererklärungenSteuerhinterziehungNachzahlungVerjährung
Wer Steuern hinterzieht oder verkürzt, wird bestraft. Selbst bei unbewussten oder vorsatzlosen Steuerverkürzungen kann der Strafvorwurf noch viele Jahre später erhoben werden. Sollten Sie oder Ihr Berater eine mögliche Steuerhinterziehung entdecken, kann es sinnvoll sein, dies dem Finanzamt in geeigneter Weise offenzulegen.
Manchmal gibt es auch Situationen, in denen der strafrechtliche Vorwurf nicht von der Hand zu weisen ist. So kommt es zum Beispiel vor, dass nach einem Erbfall festgestellt wird, dass der liebe Erbonkel ein Konto oder Depot in der Schweiz hatte, auch welchem unversteuerte Kapitaleinkünfte angesammelt wurde. Hier gibt es für den Steuerpflichtigen, sei es als Erbe oder auch als Kontoinhaber selbst, die Möglichkeit, die Einkünfte nachzumelden und wieder zur Steuerehrlichkeit zurückzukehren.

Die Nachmeldung der Einkünfte wird vom Finanzamt als Selbstanzeige gewertet und es wird ein Steuerstrafverfahren eröffnet, welches bei einer korrekten Nachmeldung aber ohne Bestrafung endet.

Wichtig ist eine richtige und vollständige Nachmeldung aller Vorgänge einer Steuerart. Wer Kapitaleinkünfte nachmeldet, die der Einkommensteuer unterliegen, muss auch etwaige Mieteinkünfte oder ausländische Renteneinkünfte bei der Einkommensteuer angeben. Bei der Nachmeldung schweizerischer Zinsen dürfen die Dividenden in Singapur nicht versteckt bleiben. Die früher beliebte Teilselbstanzeige gibt es nicht mehr. Ehemalige „Steueroasen" wie Liechtenstein, Luxemburg, die Schweiz oder Österreich wurden trockengelegt, der Ankauf von Steuer-CDs ist in aller Munde.

Für die Straflosigkeit muss im Anschluss an die Nachmeldung der hinterzogene oder verkürzte Steuerbetrag zurückbezahlt werden. Hierbei ist noch zu erwähnen, dass der Staat die Steuern trotz des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus mit 6 % p.a. verzinst. Bei besonders hohen nachzuzahlenden Steuerbeträgen muss der Steuerpflichtige noch einen Zuschlag zur Steuer bezahlen, um zur Straflosigkeit zu gelangen.

Für 2015 ist bereits die nächste Verschärfung der Selbstanzeige geplant, so dass ein Handeln noch in diesem Jahr sinnvoll sein kann. Eine missglückte Selbstanzeige bringt die Finanzbehörden auf die eigene Spur, führt aber nicht zur Straflosigkeit, so dass hier spezialisierte und erfahrene Beratung angebracht ist.

Unser Berater-Knowhow umfasst insbesondere:

  • Ermittlung in- und ausländischer Einkünfte und Berechnung der Steuern und Zinsen
  • Erörterung der Vollständigkeit der Selbstanzeige
  • Auswertung von Bankunterlagen, Kontoauszügen und Erträgnisaufstellungen zur Ermittlung von Kapitaleinkünften, Spekulationsgeschäften und Werbungskosten
  • Formal ordnungsgemäße Nachmeldung
  • Kontakt zu Finanzbehörden, Bußgeld- und Strafsachenabteilung sowie ggf. Staatsanwaltschaft
  • Begleitung bis zum erfolgreichen Abschluss des Verfahrens.

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