Die Gemeinnützigkeit bei Forschungseinrichtungen und Forschungsstellen - Grundlagen, Systematik und Spezifika des Bereichs Wissenschaft und Forschung

Fragestellungen aus dem Bereich des Gemeinnützigkeitssteuerrechts sind für als gemeinnützig anerkannte Forschungsvereinigungen oder -stellen keine Seltenheit. Die Vorgaben aus dem Gemeinnützigkeitsrecht bestimmen die Handlungsspielräume der Geschäftsleitung und sind für die Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf Satzungen, Verträge und Kooperationen maßgeblich.

Dieses Seminar behandelt systematisch die Grundlagen des Gemeinnützigkeitssteuerrechts und geht umfassend auf die aktuellen Gesetzesänderungen und den neugefassten Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) ein. Darüber hinaus werden die für Sie relevanten Entwicklungen in der Rechtsprechung aufbereitet und erläutert.

Nutzen Sie die Chance und schaffen Sie sich eine solide Basis zur richtigen Einordnung gemeinnützigkeitsrechtlicher Problemstellungen und bringen Sie sich auf den aktuellen Stand von Gesetzgebung und Rechtsprechung.
Referent: Dr. Rafael Hörmann

Anmeldungen zum Seminar über diesen Link:

https://www.xing.com/events/gemeinnutzigkeit-forschungseinrichtungen-vereinen-1806351?sc_o=ev9658_share_mail
Wir laden Sie herzlich ein zum TAG DER OFFENEN TÜR am Donnerstag, den 30.03.2017 von 15-20 Uhr in unsere Kanzlei im Westend.

Freuen Sie sich auf den kostenfreien Vortrag von 17-18 Uhr zum Thema PKW im Betriebsvermögen. Anmeldungen bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kennen Sie Unternehmen Online bzw. die digitale Buchhaltung? Nehmen Sie bei der Live-Präsentation aktiv teil.

Unsere Einladung zum Tag der offenen Tür können Sie bequem downloaden.
Auch in diesem Jahr bietet die AiF F·T·K Akademie erstklassige Seminare und Workschops für den Mittelstand und Wissenschaft an. Auch junge Start-ups stehen im Mittelpunkt und treffen auf den Mittelstand.

Herr Dr. Hörmann steht zum Thema Gemeinnützigkeit als Referendar zur Verfügung - Gemeinnützigkeit I am 10. Mai 2017 und Gemeinnützigkeit II am 14. September 2017. Nähere Details hierzu und zu den Seminaren finden Sie im Seminarprogramm 2017 zum Download.

Zögern Sie nicht und melden Sie sich schnell an!

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Aufwendungen für Geburtstagsfeier eines Arbeitnehmers als Werbungskosten

Nach neuerer Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs4 kommt es für die steuerliche Berücksichtigung
von Kosten für die Bewirtung von Gästen auf einer Veranstaltung bzw. Feier durch einen Arbeitnehmer nicht allein auf den Anlass (beruflich oder privat) der Feier an. Selbst bei einem persönlichen Ereignis (z. B. Geburtstag) kann eine berufliche (Mit-)Veranlassung vorliegen mit der Folge, dass die Aufwendungen (anteilig) als Werbungskosten berücksichtigt werden können. Bei einer „gemischten“ Feier, an der z. B. Arbeitskollegen und private Gäste teilnehmen, können die Kosten ggf. nach dem Verhältnis der Anzahl der beruflichen zur Anzahl der privaten Gäste aufgeteilt werden.5

Wie der Bundesfinanzhof6 bestätigt hat, ist eine berufliche Veranlassung grundsätzlich anhand der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen.

Im Streitfall hatte ein angestellter Geschäftsführer zu seinem 60. Geburtstag Mitarbeiter in eine Werkstatthalle des Arbeitgebers eingeladen. Dort wurden – überwiegend während der Arbeitszeit – sämtliche Arbeitskollegen bzw. Mitarbeiter des Unternehmens bewirtet (Kosten: 35 Euro pro Person bei 70 Gästen). Nichtbetriebszugehörige Personen waren nicht geladen.

Nach Auffassung des Gerichts diente die Einladung zu dieser Veranstaltung ersichtlich nicht den im „Gesellschaftlichen wurzelnden Repräsentationspflichten“, sondern war vielmehr ausschließlich beruflich veranlasst. Infolgedessen konnten die Aufwendungen für die Feier vom Geschäftsführer – wie schon von der Vorinstanz entschieden – als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigt werden.

Eine Kürzung der abzugsfähigen Bewirtungsaufwendungen7 kam nicht in Betracht, weil im vorliegenden Fall keine Geschäftsfreunde, sondern ausschließlich Arbeitskollegen bewirtet wurden.

4 Siehe insbesondere Urteil vom 8. Juli 2015 VI R 46/14 (BStBl 2015 II S. 1013).

5 Vgl. H 9.1 „Gemischte Aufwendungen“ LStH.

6 Urteil vom 10. November 2016 VI R 7/16.

7 Siehe dazu § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG

Teil 2: Auf was Sie achten müssen: Hilfestellung für die Einkommensteuererklärung 2016

CHP stellt nun in den kommenden Wochen in Form einer mehrteiligen Reihe von Erläuterungen einzelne Möglichkeiten dar, das zu versteuernde Einkommen zu senken und bestimmte Einkünfte steuerfrei zu erhalten. Der zweite Teil erklärt die
Kapitalertragssteuer ab 2016

Kapitalerträge werden grundsätzlich mit einem proportionalen Steuersatz in Höhe von 25 % gemäß § 32d Abs. 1 EStG mit abgeltenden Wirkung besteuert. Die Kapitalertragssteuer ist daher regelmäßig durch den Steuerabzug bei der auszahlenden Stelle (z.B. Bank) abgegolten. Kirchensteuer wir gem. § 32d Abs. 1 S. 3 und 4 EStG in den Tarif mit eingerechnet.

Bei Kapitalerträgen steht jedem Steuerpflichtigen ein Sparer-Pauschalbetrag i.H.v. 801 EUR zu gemäß § 20 Abs. 9 S. 1 EStG. Bei Ehegatten, die zusammen veranlagt werden, beträgt der Sparer-Pauschalbetrag 1.602 EUR gemäß § 20 Abs. 9 S. 2 EStG. Diese Beträge werden durch die Erteilung eines Freistellungauftrags bei der jeweiligen Bank gewährt. Ab 2016 müssen alle Freistellungaufträge die Steueridentifikationsnummer angeben, um den Pauschalbetrag zu gewährleisten.

Falls der individuelle Grenzsteuersatz des Steuerpflichtigen günstiger ist als der pauschale Steuersatz von 25 %, ist auf Antrag bei der zuständigen Finanzbehörde eine tarifliche Besteuerung möglich. Nach dem Antrag gilt der tarifliche Steuersatz des § 32a EStG für alle Kapitaleinkünfte.
Kapitaleinkünfte unterliegen einem eigenen Verlustverrechnungskreis. Die Verluste bei Kapitaleinkünften können nicht mit anderen Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet werden.

Ausnahmen zu diesem Verbot der Verlustverrechnung gelten für unternehmerische Beteiligungen, wenn der Anteilseigner mindestens 25 % an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist oder zu mindestens 1 % beteiligt ist und beruflich für die Kapitalgesellschaft tätig ist.

Liegen die Voraussetzungen der Ausnahme vor, können auf Antrag, der ohne Widerruf für 4 Jahre Geltung hat, 60 % der Werbungskosten (z.B. Zinsen der Anschaffung der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft) angesetzt werden gemäß § 3c II EStG und die Einkommensteuer wird gesenkt.

Bei der Beratung, welcher Steuersatz für Sie persönlich günstiger ist und ob eine Ausnahme von der Verlustverrechnung für Sie in Frage kommt, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Teil 1 Auf was Sie achten müssen: Hilfestellung für die Einkommensteuererklärung 2016

Das Einkommenssteuergesetz hat eine meist undurchsichtige Struktur bezüglich Steuervergünstigungen. Aus diesen resultiert eine Senkung des zu versteuernden Einkommens und damit einhergehend eine Senkung des Grenzsteuersatzes für Ihr Einkommen.

Campbell Hörmann stellt nun in den kommenden Wochen in Form einer mehrteiligen Reihe von Erläuterungen einzelne Möglichkeiten dar, das zu versteuernde Einkommen zu senken und bestimmte Einkünfte steuerfrei zu erhalten. Der erste Teil beginnt mit der
Rentenbesteuerung ab 2016.

Für Rentner, die ab 2016 erstmalig das gesamte Jahr Rentenbezüge erhalten, ist der Brutto-Betrag der Rente mit 72 Prozent zu versteuern. Insoweit sind nur noch 28 Prozent der Rentenbezüge i.S.d. § 22 Nr. 1 S. 3 EStG 2016 steuerfrei. Die Festschreibung des für den Rest der Rentenlaufzeit steuerfreien Betrags beginnt im ersten „vollen“ Rentenbezugsjahr. Der im Jahr 2016 aus 72 Prozent der Rentenbezüge ermittelte Betrag ist der für den Rest der Rentenlaufzeit geltende Rentenfreibetrag. Haben Sie z.B. 2016 über 12 Monate insgesamt 20.000 EUR (Rentenbezüge; Bemessungsgrundlage für den Rentenfreibetrag) Rente erhalten, so sind 5.600 EUR steuerfrei (28 Prozent der Bezüge; Steuerfreibetrag für die Rente). Diese 5.600 EUR sind der Steuerfreibetrag für die gesamte Rentenlaufzeit. Weiter sind pro Jahr 102 EUR als Werbungskostenpauschale steuerfrei.

Bekommen Sie z.B. 2030 nun 22.000 EUR, daher um 2.000 EUR angehobene Rentenbezüge, so gilt weiterhin der Freibetrag von 5.600 EUR, erhöht um die jährliche Werbungskostenpauschale von 102 EUR. Es sind daher auch 2030 insgesamt 5.702 EUR steuerfreie Rentenbezüge vorhanden.

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